Komm ich nehm dich mit ....

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Donnerstag, 5. Februar 2015

Landlebengeplauder






Ja, wir leben auf dem Land und leben auch ein Landleben. Manchmal fühle ich mich in die Zeit zurück versetzt, als ich noch ein Kind war.  Morgens müssen wir in der guten Stube das Feuerchen anmachen, damit wir es schön warm haben. Das Holz für den Ofen wird selbst gesägt  um dann gestapelt im Schuppen zu landen.




Wir züchten unser Obst und Gemüse selbst und es wird verarbeitet. Natürlich reicht der Anbau bei weitem nicht, wir müssen dazukaufen. Ich orientiere mich auch da an dem Leben meiner Eltern, wir hatten eine gute Kindheit,  wir lebten auch sehr ländlich und meine Eltern waren fast Selbstversorger, es wurde viel selbst hergestellt.



Morgens, wenn ich Lotta in den Kiga fahre, sehen wir oft Rehe, Füchse oder Eichhörnchen, im Herbst zieht der Nebel über die Felder, Im Sommer leuchten die Felder gelb und bunt, im Winter bekommen wir hier auch Schnee ab. Ja, vielleicht leben wir hier auch ein bisschen altmodisch, weil uns so viele Dinge wichtig sind, die schon in Vergessenheit geraten sind, mag sein. Doch unsere Kinder, auch die Großen, haben sich noch nicht beschwert. Sie gehen teilweise ja auch schon ihre eigenen Wege und  stehen  mit beiden Beinen fest im Leben, sie sind selbstbewusst und auch modern, obwohl wir uns oft von anderen Familien unterscheiden. So mögen die Kids unsere Rituale, ich merke das immer an bestimmten Festtagen, da kommen sie schon und sagen ich freue mich schon auf das ......



Doch hie und da plagt einen schon auch das schlechte Gewissen, so ländlich zu wohnen ist auch manchmal nicht so einfach. Der Große Sohn muss eine lange Fahrtzeit auf sich nehmen um auf die Arbeit zu kommen und wie oft fährt mein Mann mitten in der Nacht los um ihn abzuholen, da um diese Uhrzeit kein Bus in unsere Gegend fährt. Ohne Führerschein ist man schon aufgeschmissen, da muss man als Eltern wirklich ganz und gar dahinter stehn. Als Lotta auf die Welt kam, sind wir noch mehr aufs Land gezogen, in ein altes Haus, mit seinem ganz besonderen Charme. Doch hier haben wir den Platz den wir brauchen, einen Garten, einen großen Hof und viel Stauraum. Das Haus spiegelt auch das meiner Eltern wieder, ich merke immer wieder wie sehr mich ihr Leben geprägt und beeindruckt hat. Dadurch habe ich auch die Kraft, das alles zu bewältigen, denn ich habe das Leben in meinem Elterhnaus so sehr geliebt. Ich bin froh, das alles so leben zu können und dieses auch so empfinden zu dürfen. Ich bin schon auch ein Bewunderer der Frauen in den 50 er, 60 er Jahren, sie hat so leicht nichts umgehauen, sie waren gerne nur Hausfrau und Mutter, es war einfach selbstverständlich.



Heute ist das ja fast nicht mehr möglich, die meisten Frauen müssen (möchten) dazu verdienen, weil es einfach nicht langt. Auch wenn das Leben auf dem Land schon einige Nachteile hat, möchte ich es nicht vermissen. In einer großen Stadt könnte ich wohl nicht leben, mir wäre der Trubel zu groß. Am Stadtrand ginge schon, denn da hat man auch noch die Ruhe, die ich persönlich brauche um mich wohlzufühlen. Ich bin eine Landtrulla und werde es wohl auch bleiben.


LG
Barbara

Kommentare:

  1. Liebe Barbara,
    ja unbedingt Landleben.Ich bin ja in der Großstadt aufgewachsen,lebe aber nun schon viele Jahre auf dem Land und wir sind mitlerweile richtige Landeier.Ich kann mir ein Leben in der Stadt nicht mehr vorstellen.Meine Oma hat früher auf dem Land gewohnt und vieles selbstgemacht,das hat sie auch damals in der Stadt noch .
    Es hat Vor-und Nachteile das stimmt.Man wohnt abgeschieden,hat weite Fahrten und jeder braucht ein Auto,so ist es bei uns zumindest,denn hier fährt kein Bus.
    Trotzdem möchte ich hier nicht mehr weg.Ich liebe die Stille,die Rehe vor meiner Tür,neulich waren sie fast im Garten bei uns.Ich liebe die Jahreszeiten die man auf dem Land extrem mitbekommt.Ich liebe es die Tür aufzumachen und in der Natur zu sein.
    LG
    Nicole

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  2. Liebe Barbara,
    ich stelle mir das Landleben genau so vor wie von dir beschrieben....auch die Nachteile in Form von längeren Wegen und wie aufgeschmissen man ist ohne Führerschein. Wir haben einen Kompromiss gefunden. Wohnen fast ländlich, aber nur 20 Minuten von der Stadt entfernt. Alles ist per Fuß zu erreichen, auch wenn es länger dauert. Jedoch wäre mein Traum immer noch ein schöner Bauernhof mit Land draumherum um anzubauen und zu ernten. Viel Arbeit, ich weiß, aber ich kann da super entspannen.
    Deine Worte über das Landleben sind einfach super und treffen den Nagel auf den Kopf!. Besser geht es nicht.
    Liebe Grüße von Stine

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  3. Liebe Barbara
    ***Ich bin eine Landtrulla*** ja was für eine tolle du bist dafür geboren und sei froh ich bin ein Stadtkind und heute bin ich froh auch auf dem Land zu leben aber nicht ganz abgschieden Cuxhaven ist ein Städtchen gegen über Stuttgart. Nicht mehr geschenkt würde ich in eine Grossstadt wohnen wollen.
    Und du machst das so toll mit Garten und selbst Versorger teilweise da hast du Spass dran und auch deine Kinder udn ihr seit nicht eingegängt ob im Haus oder draussen. Und die Feste feiern das macht ihr alle so schön mit einander.
    Gut ohne Auto wärs nichts auch bei uns deswegen bin ich froh mit dem Fahrrad überall hin zu kommen.
    Schönes freudiges Landlaben wünsche ich euch allen!
    Lieben Gruss Elke

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  4. Ich würde liebend gerne eine Landtrulla. Leider ist das nicht möglich. Mein Mann ist absoluter Stadtmensch....Na ja, gut, dass ich den Garten habe. Das ist meine grüne Oase, da kann ich mich zurück ziehen und den Streß vergessen.
    Ich mache auch vieles allein und bin froh. Da weißt mann, was man hat.
    Ich wünsche euch einen schönen Tag und bleibt gesund.
    Liebe Grüße
    Gabi

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  5. Wir wohnen auch auf dem Land und sind auch hier schon groß geworden, darüber bin ich sehr froh, man lernt das noch viel mehr zu schätzen wenn man selber Kinder hat! Ich würde niemals in die Stadt wollen, obwohl ich gerne mal zum bummeln od. einkaufen in die Stadt fahre! Übrigens fährt mein Mann auch kanpp 1,5 Stunden zur Arbeit!

    liebe Grüße
    Silvia

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  6. Ich habe ja noch nie richtig auf dem Land gelebt. Aber dieses typische Landleben so wie bei euch, habe ich immer als romantische Vorstellung im Kopf und ist wohl so ein ewiger Traum.
    Ob ich mich dann tatsächlich wohlfühlen würde, kann ich nicht sagen. Natürlich ist man sehr verwöhnt in einer Stadt, was Verkehrsmittel, Einkaufszentren, Schulen und Freizeiteinrichtungen angeht. Aber mitten in der Stadt könnte ich überhaupt nicht leben. Ich brauche unbedingt Ruhe und Natur in meiner Umgebung. Liebe Grüße in euer wunderschönes Siebenzwergehaus

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  7. Na ja.... bei mir ist ja der Name schon Programm. ;-)
    Meine Kusine ist vom Bauernhof im absoluten Niemandsland, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, mitten in eine Großstadt gezogen. Sie hat vorher Stein und Bein geschworen, dass sie nie nie niiiiiemals in einer Stadt leben könnte. Und jetzt kann sie und fühlt sich dort wohl.
    Never say never, würde ich mal sagen - vorstellen kann ich mir das auch nicht, obwohl ich wirklich auch die Vorteile sehe, die sie dort hat:
    Die Kinder haben super viele, wirklich tolle Freizeitangebote, die sie ohne großen Fahr-Aufwand nutzen können.
    Das können wir hier nicht. Es gibt nicht einmal diese riesige Bandbreite, ich staune immer, was die da alles so machen können.
    Meine Große war immer sehr beeindruckt, dass man dort abends um 10 noch eben 'runtergehen und ein Eis irgendwo am Kiosk kaufen konnte. Das kann man hier auch nicht.
    Und dennoch: Mir ist halt auch die Ruhe wichtig, ich könnte glaube ich so viele Menschen auf einmal nicht gut aushalten. ich meine... sie sind ja irgendwie immer und überall: In der Nebenwohnung, über und unter einem.... direkt nebenan.... irgendwie ist da immer wer, das finde ich beängstigend. Vielleicht kann man sich dran gewöhnen.
    Hier gehe ich aus dem Haus und bin mitten in der Natur. Wenn ich morgens meine Hundrunde drehe, treffen wir höchstens mal die 5 Rehe, die hier so herumwohnen. Ganz manchmal jemand anderen, der mit Hund denselben Weg nimmt.
    Wir treffen die Pferde auf den Koppeln und alles mögliche andere Getier, aber selten andere Menschen. Ich genieße das, weil ich nicht wirklich besonders gesellig bin und auch nicht gerne spreche. Ostfale halt. ;-)
    Ich mag die Stallarbeit bei den Pferden, ich liebe es, in der Erde zu wühlen. Ich ärgere mich, wenn der blöde Maulwurf mit seiner Bande das auch tut und die gefräßigen Schleimer im Sommer meinen Salat wegfressen.
    Ich mag es, Obst und Gemüse frisch aus dem Garten zu ernten (falls was übrig bleibt... grrr) und es selber zu verarbeiten.
    In der großen Stadt, auf Besuch bei meiner Kusine, finde ich dann einige andere Dinge wie "Aldi um die Ecke" oder diese Vielfalt an Angeboten und Geschäften sehr spannend, auch das kulturelle Angebot ist nicht zu verachten, aber dann bin ich auch immer wieder sehr froh, in meine Ruhe und Beschaulichkeit zurück zu kehren.
    Ein Auto bräuchten wir hier übrigens gar nicht unbedingt, eine Bushaltestelle mit guter Anbindung ist fußläufig gut zu erreichen, und zwei Supermärkte sind jeweils ca. 10 Fahrradminuten durch die Felder gut zu erreichen.
    Stadt-Land-Fluss-Grüße vom
    LandEi

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  8. Liebe Barabara,
    ich bin auch auf dem Land aufgewachsen. Dann kam ich in die Stadt und fühlte mich gar nicht wohl. Später bin ich in eine Kleinstadt gezogen, das war viel besser. Ein Haus hatte ich nie, wobei mir das gefallen würde. Ganz auf Dorf würde ich heute nicht mehr ziehen, weil es zu mühsam wäre, immer irgendwo hin zu fahren, zum Einkaufen, Arzt etc. Ich beneide Euch trotzdem ein klein wenig, den das Landleben mag ich auch sehr, auch die Eigenversorgung und die damit verbundene Arbeit.
    Ich habe es zum Glück nicht weit aufs Land, das ist alles fußläufig zu erreichen.
    Was Eure Rituale angeht, die finde ich auch sehr sehr schön. Da lese ich immer mit Begeisterung mit.
    Ich wünsche Dir ein tolles Wochenende.
    Liebe Grüße von Anne --,--'--@

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  9. Hallo liebe Barbara,
    schön schreibst Du! Ich bin auch auf dem Land aufgewachsen. Als Kind war ich von morgens bis abends draussen in der Natur, nur zum Mittagessen bin ich kurz heimgekommen. Es war einfach toll.
    Obwohl ich hier auch auf dem Land bin, fehlt mir doch manches. Die Kinder spielen nicht mehr zusammen, jeder ist ein Eigenbrödler. Ja, die Menschen allgemein haben sich verändert, auch hier auf dem Land.
    Fahren muß ich auch viel, aber das nehme ich gerne in Kauf.
    Eure Rituale finde ich einfach nur toll, schön daß Ihr sie so lebt.
    Liebe Grüße Anja

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