Komm ich nehm dich mit ....

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Mittwoch, 15. Mai 2013

Manchmal muss man die Seele der Kinder trösten!!!





Ab und an haben die Kinder richtig großen Kummer, für uns vielleicht banale Dinge, aber für eine Kinder- oder Teenieseele,  richtig schlimm. Schulkummer, Stress mit Freunden, Liebeskummer,einfach überfordert, zuviele Hausaufgaben, Pubertätsschub, Ärger auf der Arbeit oder einfach alles nur doof. Man merkt es dem Kinde recht schnell an, wenn etwas im Busch ist. Zornausbrüche, Quengeligkeit, Weinen, Anhänglichkeit, meinen größeren Kindern muss ich nur ins Gesicht schauen oder ich es höre es in ihrer Stimme.
Vorgestern war wieder so ein Tag, ich habe gemerkt, irgendwo drückt der Schuh, die Hausaufgaben wollten nicht von der Stelle gehn, unruhig wurde auf dem Stuhl hin- und hergerutscht. Null Konzentration.




Da wusste ich, eine Pause muss eingelegt werden. Wir sind spontan, obwohl das Wetter nicht berauschend war, an einen sehr schönen Weiher gefahren, eine Runde gelaufen und haben die Ruhe genossen. Zu Hause wurden dann schnell Blaubeermuffins gebacken und später verkrümmelt. Manchmal brauchen auch unsere Kidies eine Auszeit und eine Extraportion Liebe. Mit Kleinigkeiten geht es Ihnen aber schnell wieder besser. Natürlich muss ich immer wieder abwägen, wie ich den Kindern in solchen Phasen helfen kann, aber eine Portion mehr Aufmerksamkeit oder mütterliche Liebe kann nicht schaden. Mütterliche Liebe ist übrigens ein Ausdruck meiner Tochter, sie sagt immer:"Mama komm mal her, ich brauche jetzt mütterliche Liebe!"


So ist das manchmal, aber es gibt Schlimmeres, oder?

Ich habe letztens wieder etwas Schlimmes gehört, ein Schulkollege meines Sohnes hat sich das Leben genommen.  In solchen Momenten wird mir ganz schnell bewusst, wie wichtig es ist, immermal alle Neune gerade sein zu lassen. Ab und zu regen wir uns über Dinge auf, die es nicht Wert sind,  verstehen unsere Kinder nicht, sind ungeduldig und ungerecht. Geht doch jedem so !! Und gerade
deshalb versuche ich mit wirklich kleinen Dingen, die Seelen meiner Kinder zu streicheln.

Lg

Barbara

Kommentare:

  1. Liebe Barbara,

    manchmal sind solche kleinen Momente, die vom Alltagstrott ablenken, sehr wichtig. Nicht nur für die Kinder, nein, auch für uns Große. Dieses Bedürfnis nach (mütterlicher oder väterlicher) Liebe verspüren wir doch alle. Ich erinnere mich daran, dass der Große seinen Vater (der wie viele Männer seine Gefühle nicht so offenbarte) oft in den Arm genommen hat mit den Worten: Papi, ich will dir noch ein bisschen Liebe schenken.

    Herzliche Grüße

    Anke

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  2. Liebe Barbara,
    du machst das sicher genau richtig - ich habe bei meinen Kindern auch immer genau gespürt, was los war. Irgendwann sind sie dann "groß" und wollen ihre Probleme allein bewältigen - trotzdem ist die nmütterliche Liebe noch immer das beste Heilmittel. Das merke ich, wenn ich mich mal wieder bei meiner Mama ausgeweint habe (und ich bin 57, meine Mama 81).

    Herzliche Grüße
    Regina

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  3. Liebe Barbara,
    möchte Dir einfach mal sagen, dass Du eine wundervolle Mutter bist (aber das weißt Du auch so ;-) ! Dein Post berührt mich sehr, weil ich es auch so wichtig finde, Ausgleich zu schaffen, die Kinder mal "rauszuziehen" aus dem Alltag, den Sorgen....den auch so ein Schulleben und auch das Teeniealter ist nicht leicht ! Da hilft es, einfach mal innezuhalten und die Seelen zu streicheln ! Mir wird es auch immer öfter bewußt, dass man sich zu wenig Zeit nimmt, für die wirklich wichtigen Dinge ! Laßt es uns ändern...
    Fühl Dich gedrückt,
    Deine Birgit

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  4. Liebe Barbara,

    Das hast du ganz richtig gemacht . Toll, und deine Kinder wissen das auch zu schätzen. Komisch, dass genau das gestern Abend auch bei uns der Fall war. Großer Kummer beim 13Jährigen und schluchzend der Satz : Mama ich brauche deine Hilfe.....
    ...und nun schreibst auch du darüber.

    Auch ich habe alles stehen und liegen lassen und mir Zeit für ihn genommen, obwohl es schon spät war. Sie brauchen einen einfach.

    Ehrlich gesagt, nicht immer gelingt es mir so geduldig zu sein, das kommt glaube ich auch auf die eigene Stimmung an. Aber ich versuche dann immer später nochmal darüber zu sprechen und erkläre, warum ich so reagiert habe.

    Leider gibt es immer Menschen, die gar keinen Sinn mehr im Leben sehen und es beenden. So ist nicht für jeden das Leben ein Geschenk und die Probleme scheinen unlösbar.
    Das tut mir sehr leid

    Liebe Grüße
    Stefanie



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  5. Dieser Post ist wirklich schön geschrieben und so wahr. Auch wir kennen hier solche Situationen, klar bei 5 Kindern auch nicht gerade selten.
    Es ist immer schön zu sehen, das so ein kleine Extraportion Liebe, aufmerksames Zuhören oder einfach nur ganz lieb in den Arm nehmen manchmal Wunder wirken.
    Auch wir versuchen immer drüber zu reden, wenn auch oft nach einer kleiner Auszeit und das tut dann immer richtig gut. Ich finde es nämlich auch ganz wichtig, das Kinder lernen sich auszudrücken und ihre Bedürfnisse auch formulieren zu können.

    Liebe Grüße
    Sissy

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  6. Schön wenn man die KInder auffangen kann.Bei uns ist es auch so.Es gibt keinen Ärger egal was ist und die Kinder kommen freiwillig und erzählen mir alles.Es ist wichtig Auszeiten zu nehmen,seine Kinder in den Arm zu nehmen und zu zuhören.
    Die Muffins sehen ja lecker aus,habt ihr noch welche übrig?Dann komme ich gleich auf einen Kaffee.
    Hier gewittert es heftig seid 1 Std.Wir machen es uns gemütlich.
    LG
    Nicole

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  7. Du hast so recht, mit allem! Auch dass man manchmal nicht entsprechend reagiert. Ich entschuldige mich dann bei ihnen und meine Kinder machen das auch, wenn sie sich im Ton vergriffen haben. Schöne Zeiten miteinander haben, Vertrauen, Liebe, Spaß - das ist einfach der größte Luxus!lg

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  8. Ja, so ist es, wir merken es unseren Kindern immer sofort an, wenn etwas los ist. So wie Du gestern reagiert hast, finde ich total klasse, ich weiß nicht, ob ich immer auf sowas komme. Schön, wenn sich Eltern wie wir, die Zeit und meistens die Nerven haben, unseren Kindern diese Aufmerksamkeit zu schenken. Ich muss sagen, ich habe mich da in meiner Kindheit oft vernachlässigt gefühlt, einfach weil meine Eltern beide Vollzeit arbeiten waren und abends keinen Sinn mehr für solchen zusätzlichen "Ärger" hatten. Ist ja auch verständlich.
    Ganz liebe Grüße
    Karoline

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  9. Liebe Barbara,

    auch ich merke immer wieder, wie die großen und kleinen Kinder großen und kleinen Kummer mit sich herum tragen. Wichtig ist es, den wahr zu nehmen und an zu nehmen. Das finde ich auch. Manchmal muss man sich regelrecht zusammen reißen, als dem Alltagstrott heraus zu kommen und sich diese Zeit zu nehmen.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  10. Du hast sowas von Recht. ich bemüh mich auch. Ob ich´s immer schaffe, weiß nicht.
    LG Silvi

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  11. Der Schulkollege Deines Sohnes... wie furchtbar ;(

    Bei uns ist das auch ein ewiges Auf und Ab. Aktuell ist es der Junior, der mir ein wenig Sorge bereitet. Er rückt nicht mit der Sprache raus, meint es wäre nichts. Vielleicht ist auch nichts und er ist einfach "nur" ausgelaugt und überfordert. Und dann noch die Hormone... Ich muss ihn wirklich wie ein rohes Ei behandeln und wenn ich ehrlich bin, gelingt mir das nicht immer.

    Dein Posting zeigt wunderbar, dass man als Mutter doch immer die Antennen ausgefahren haben sollte und den Kindern wunderbar helfen kann.

    LG

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  12. SO soll es sein, bin da ganz bei dir!!

    LG SanKa

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  13. Da merkt man wieder, wie nah beisammen wir doch leben, denn die von dir beschriebene Geschichte beschäftigt mich seit Tagen und macht mich fassungslos und traurig. Deine Kinder können sich glücklich schätzen, eine Mama wie dich zu haben. Ich fühle mit euch. Sina

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  14. Einfach nur da sein und die Kinder ernst nehmen und Liebe geben ... mehr braucht es nicht! Ganz liebe Grüsse Yafe

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